Zeltlager-Jugendmesse

 

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Rückblick auf das "etwas andere" Zeltlager

Im Rahmen der "Martinswoche" fand am Samstag, den 12.11. um 18 Uhr in der Martinuskirche in Hagen eine besondere Vorabendmesse statt. An diesem Abend war das Jungenzeltlager St. Martinus Hagen für die inhaltliche Gestaltung der Messe mitverantwortlich und auch die Freiwillige Feuerwehr Hagen feierte im Rahmen dieser Jugendmesse ihr 90-jähriges Stiftungsfest.

Die Ereignisse rund um das diesjährige Lager, das nach heftiger Überschwemmung des Zeltplatzes im emsländischen Westerloh abgesagt und dann einen Tag später mit einem äußerst umfangreichen, über Nacht erarbeiteten Alternativprogramm schlichtweg in Hagen durchgeführt wurde, sind im Gottesdienst noch einmal geschildert worden und Anlass genug auch in diesem Rahmen noch einmal "Danke" zu sagen!

Durch die Überschwemmung ist am Lagerinventar ein Schaden von 29.000€ entstanden, der trotz Elementarverischrung, aufgrund eines Hochwasserschadens, aus eigener Kraft gestemmt werden musste. Mit der nötigen Ruhe und etwas Zeit konnte dieser Schaden mit Hilfe des Bistums Osnabrück, der politischen Gemeinde Hagen a.T.W. und großzügigen Spenden von Vereinen, Verbänden und privaten Personen finanziert werden.

Im Rahmen der Jugendmesse hatte sich das JZL Hagen vorgenommen auf die Ereignisse rund um das Lager 2016 zurückzublicken, den vielen Spendern, Helfern und Unterstützern Danke zu sagen und das Thema abzuschließen, um sich voll und ganz und gefüllt mit Sehnsucht auf das Jahr 2017 und dem dort ganz normal stattfindenden Zeltlager zu fokussieren. Und dieses Vorhaben war ein voller Erfolg: Nur noch vereinzelte Plätze waren in der Kirche frei, ein Bild wie man es sonst nur von der Weihnachtsmesse kennt und lauter, zustimmender Applaus nach der Ansprache von Lagerleiter Sven Bensmann machten noch einmal deutlich wie sehr Hagen hinter dem Zeltlager stand und immer noch steht.

Die Ansprache des Lagerleiters kann unten weiter nachgelesen werden. Dort findet man auch eine Auswahl an Kommentaren, die das Zeltlager zur Zeit des Lagers erreicht haben und die zu Beginn der Messe als "stiller Impuls" von Gruppenleitern verlesen wurden. Auch diese Kommentare verdeutlichen wie sehr die Hagenerinnen und Hagener in dieser Zeit an die Gruppenleiter und Kurzen gedacht haben und ihnen den nötigen Zuspruch haben zukommen lassen.

Der Gottesdienst war eine gebührende Feier dieses Happy Ends – 2017 kann für alle Hagener Jungs, die Teil des Zeltlagers sind also kommen.

 S.B.

 

074   Ansprache als MP3-Datei anhören
 

Bildergalerie

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Ansprache

 

 

Lagerleiter Sven Bensmann
am 12.11. in der Ansprache
der Jugendmesse des JZL Hagen:



Liebe Gemeinde, liebe Gruppenleiter, liebe Kurze, liebe Freunde des Jungenzeltlagers St. Martinus Hagen.

Dass wir vom JZL hier im November eine Jugendmesse veranstalten ist eigentlich recht unüblich. Normalerweise ist uns das im November zu kalt, wir machen das lieber passend zu den ersten Sommergefühlen im Frühjahr, wenn die Lust auf die besten 10 Tage des Jahres bei uns so richtig anfängt aufzukommen, aber heute eine Jugendmesse zu machen ist wahrscheinlich selten angebrachter gewesen.

Der Grund dürfte den meisten bekannt sein, unser Zeltlager in diesem Jahr ist etwas anders abgelaufen als geplant, in der Nacht des letzten Vortrupptages ist unser Zeltplatz im emsländischen Westerloh dermaßen überflutet worden, dass wir ganz schweren Herzens das Zeltlager noch vor Beginn absagen mussten. Und was dann passiert ist, bei uns und auch bei den vielen Hagenerinnen und Hagenern, die in dieser intesiven Zeit so sehr an uns gedacht haben, ist eine Geschichte, die so, und da bin ich mir sicher, nicht selbstverständlich ist und die nicht allzu oft geschrieben wird. Was wir zu Beginn dieser Messe als eine Art stillen Impuls gehört haben waren Kommentare zu den vielen Nachrichten, die wir über unsere Facebook-Seite von unzähligen Menschen erhalten haben. Nachrichten, die uns Mut gemacht haben, die wie ein kleines Trostpflaster waren, Nachrichten, die noch wenn man sie heute mit etwas Abstand zu den Ereignissen hört, unter die Haut gehen.

Als wir etwa 2 Tage nach der Überschwemmung unseren Zeltplatz räumen konnten waren da so viele Leute, ehemalige Gruppenleiter, Väter, Mütter und Gruppenleiter aus anderen Lagern in den umliegenden Orten, die mit angepackt haben, die bedingungslos geholfen haben und mit dazu beigeitragen haben, dass wir so schnell einfach weitermachen konnten.

Wir haben das alles zur Kenntnis genommen, wir wissen das alles wirklich in höchstem Maße zu schätzen und wir haben uns selten so über nötigen Zuspruch gefreut, wie in diesen Tagen.

Ich möchte nicht behaupten, dass wir ohne diesen Zuspruch nicht weitergemacht hätten, aber ich bin mir sicher, dass all diese Hilfe mit auschlaggebend dafür war, dass sich bei uns innerhalb von wenigen Stunden nach der Absage eine “Jetzt erst recht” Einstellung gefestigt hat. Ich kann mich erinnern, dass wirklich schon während wir in der Nacht der Überschwemmung unser Hab und Gut in Sicherheit gebracht haben, darüber nachgedacht wurde, dass man ja aufjedenfall nach Schloß Dankern oder in eine Spaßbad fahren können. Die Stimmung in dieser Nacht war auch alles andere als verzweifelt oder traurig. Es lag ein gesunder Galgenhumor in der Luft, auch wenn wir allen Grund dazu gehabt hätten den Kopf hängen zu lassen. Doch genau das sollte man eben nicht tun, wenn einem das Wasser buchstäblich bis zum Halse steht.

Über Nacht ist dann ein Alternativprogramm auf die Beine gestellt worden das sich gewaschen hatte. Das Zeltlager wurde ganz einfach nach Hagen geholt und gezeltet haben wir auch noch. Es war kein 100 prozentiges Lager, das wissen wir, aber das Zeltlagerfeeling war da.

Warum? Weil wir zusammen waren. Weil wir mitbekommen haben wie es einem Großteil unserer Kurzen, nachdem sie von der Absage erfahren haben ging, dass bittere Tränen geflossen sind und genau das der Grund ist warum wir uns die doppelte bis dreifache Arbeit gemacht haben.

Da sind 140 Kurze. Für diese 140 Kurzen bedeutet Zeltlager, dass sie eine ganz besondere Zeit mit den besten Freunden fernab des Alltags und der Schule erleben können, dass sie, vielleicht noch nicht einmal bewusst, aber dennoch in hohem Maße, christliche, gute Werte wie Gemeinschaft und Nächstenliebe erleben und uns Leitern geht es natürlich mindestens genauso.

Somit gab es für uns also eigentlich keine Alternative, als so ein Alternativprogramm. Weil wir das brauchen, weil wir genau wissen was wir aneinander haben und weil wir genau wissen, dass wir das wollen. Und wenn man so sehr Teil einer Sache ist, Teil eines Erlebnisses dieser ganz besonderen Art wie Zeltlager es ist, was sind denn dann bitte noch 300 Millionen Liter Regenwasser auf unserem Zeltplatz? Hinfallen, Aufstehen, Krone richten und weitermachen beschreibt wohl sehr gut was da genau passiert ist und passt dazu noch so perfekt in diese Glaubenswoche, die uns gerade bevorsteht. Hinfallen, Aufstehen, Krone richten und weitermachen, etwas das wir unbedingt unseren Kurzen weitergeben wollen. Egal was auch ist, wenn du Leute an deiner Seite hast mit denen sogar so ein Schlag, für den niemand verantwortlich gemacht werden kann, zu einer erträglichen Tatsache wird, wenn aus den dürftigsten Umständen noch so etwas wertvolles entstehen kann, dann kann einem eigentlich nicht mehr allzu viel passieren. Und das ist noch nichtmal eine grobe Phrase, sondern basiert darauf, dass unsere vorher sehr detailliert erstellten Notfallpläne, die auch das Vorgehen einer möglichen Evakuierung unseres Zeltplatzes, ob mit nun 40 Gruppenleiter, oder auch 140 Kindern, beinhalten, problemlos funktioniert haben.

Und deswegen bleibt uns einfach nichts anderes übrig, als gestärkt aus diesem Lager, aus dem Jahr 2016 heraus zu gehen. Mit zwei lachenden Augen im Gesicht, wenn wir zurückblicken und überfüllt mit Sehnsucht 2017 endlich wieder ganz normal und ohne größere Komplikationen ins Lager zu fahren.

Und das werden wir, vom 23.06. bis zum 03.07.2017 geht es wieder ins Emsland. Wohin genau, das verraten wir unseren Kurzen am 18.12. bei der diesjährigen, ganz tollen DIAShow um 16 Uhr im Treffpunkt.

Und das können wir auch. Wir hatten einen Schaden von 29.000€ ohne Versicherungsschutz zu stemmen. Natürlich sind wir versichert, sogar sehr gut über das Bistum Osnabrück, auch elementarversichert, vor allem gegen Sturmschäden, aber eben genau bei Hochwasserschäden unserer Art greift diese Versicherung nicht, was auch sehr viel über die Wahrscheinlichkeit des Eintretens so einer Situation aussagt. Mit der Nötigen Ruhe haben wir es geschafft dieses Geld auf unkomplizierteste Weise aufzutreiben und können heute ganz glücklich verkünden, dass wir ohne Rückgriff auf unsere mühsam erarbeiteten Rücklagen diesen Schaden problemlos finanzieren können.

Verantwortlich dafür sind vor allem das Bistum Osnabrück und die politische Gemeinde Hagen, die jeweils etwa 1/3 des Schadens übernehmen. Dazu kommen noch Privatpersonen, die ohne großes öffentliches auftreten äußerst gro.zügig gespendet haben, die KAB, die uns 4000€ des Erlöses der Hofauktion haben zukommen lassen, die Kolpingsfamilie und die Theatergruppe der Kolping, die VGH Vertetung Steffen Plogmann, Frank Runde und das Modehaus C&A Osnabrück haben uns ebenfalls bedacht.

So eine große Summe so unkompliziert mit der Hilfe des Rendanten Joseph Haunhorst in so kurzer Zeit aufzutreiben ist nicht selbstverständlich und wir möchten wirklich von ganzem Herzen, auch an all unsere Unterstützer und Helfer zur Zeit des Lagers, dafür, dass wir das alle so zusammen ermöglicht haben DANKE sagen! Parallel möchten wir dieses sehr vielseitige Kapitel unserer Zeltlagergeschichte hiermit abschließen und zu den Akten legen und voller Sehnsucht und jetzt schon großer Vorfreude in Richtung 2017 blicken. Vorher haben unsere wundervollen Kochfrauen aber noch eine Zeltlagerköstlichkeit für uns gezaubert, die Ihr alle nach der Messe probieren solltet. Es gibt Currywurst a la Lager. Neben der Kollekte, die zu 100% an unser Zeltlager gehen wird, stehen dort auch nochmal ein paar Spendenboxen, die Currywurst ist umsonst, wir würden uns aber über eine kleine finanzielle Aufmerksamkeit freuen. Und jetzt können wir dieses Happy End zusammen genießen, es gerne weitersagen und mit der Gewissheit in die Zukunft blicken, dass uns so schnell nichts mehr schocken kann und wir für alles eine gute Lösung finden:

Denn:

das Zeltlager erträgt alles,
es glaubt alles,
es hofft alles
und es hält allem stand.

Vielen Dank.”

 

 

 

 

Impulse / Kommentare

 

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"Ganz bitter. Tut mir furchtbar Leid für Euch und die Jungs! Hut ab, dass Ihr bisher die Nerven behalten und die richtigen Entscheidungen getroffen habt!"

"Kopf hoch! Wir denken an euch!"

"Kaum vorstellbar, dass die Radde so viel Wasser mit sich führt. War mindestens 15 mal mit dem Bentheimer Lager auf dem Platz, habe oft Starkregen erlebt und der Platz hat immer gehalten."

"Danke an den kompletten Vortrupp und vor allem an die Lagerleitung für Euren Einsatz, das umsichtige Handeln, und die richtigen Entscheidungen zur richtigen Zeit. Eins ist sicher: Bei Euch ist das Lager in den richtigen Händen."

"Das wird schon. Wenn ihr Hilfe braucht meldet euch."

"So Jungs Kopf hoch! Vielleicht kann man improvisieren und am Schulten Holz oder woanders ein kleines Ersatzzeitlager aufbauen. Oder hier ein paar Spiele organisieren. Ich denke die ganze Gemeinde steht hinter euch! Ihr packt das!"

"Hut ab. Sensationell. Das nenne ich sportlich, so schnell ein so umfangreiches Programm auf die Beine zu stellen. Die Kurzen werden es euch danken! "

"Alle Achtung vor dieser Lagerleitung und den Gruppenleitern. Super Ersatzprogramm für die "Kurzen" auf die Beine gestellt. Ich war in den 60er Jahren oft im Lager gewesen. Kann nachvollziehen dass die Jungen jetzt traurig sind. Aber Jungs Kopf hoch .... "

"Ihr seid einfach nur klasse!!! Weiter so"

"Mein Sohn ist total glücklich :-) Vielen Dank Jungs für das was ihr bislang geleistet und auf die Beine gestellt habt! Es werden bestimmt trotzdem ganz tolle spannende Tage für ihn werden!!!"

"Richtig geile Aktion von euch! Da werden die Jungs abends jetzt nur so ins Bett fallen"

"Sauber Jungs! Niemals aufgeben!"

"Über euer "Ersatzlager" wird man noch in Jahren erzählen. Das Wetter hätte euch nicht herrausfordern dürfen. RESPEKT von nem Ex Gruppenleiter ... "

"Superklasse. Auf solche Jungs kann Hagen stolz sein"

"Total gut was ihr da in so kurzer Zeit auf die Beine gestellt habt. Ein super, super Dankeschön an alle die mit von der Partie sind. Ihr seid einfach klasse."

"Das Wetter hätte euch nicht herausfordern sollen. Jetzt erst recht! Genial"

"Super! Vielen Dank für euren starken Einsatz!"

"Ich finde das ganz großes Kino! Ihr habt über das ganze Jahr eure Freizeit und Urlaub für das Zeltlager investiert und musstet euch wetterbedingt in die Knie zwingen lassen! Dann so schnell ein Alternativprogramm auf die Beine zu stellen, freiwillig und ehrenamtlich, zollt euch höchsten Respekt! Alle Daumen hoch!!!!"

"Ihr macht einen tollen Job! (y) Von der Info bis zur Orga ... prima"

"Vielen Dank sagen wir euch. Ihr seid einfach super. Hagen kann sich glücklich schätzen, so eine tolle Jugendarbeit zu haben."


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... Unser Jungenzeltlager

... http://www.jungenzeltlager-hagen.de/

... mehr aus dem Gemeindeleben in St. Martinus

 

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