Neue Jugendpflegerinnen

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Mit Herz und Kompetenz für die Jugend

Zwei neue Jugendpflegerinnen für Hagen

Am Donnerstag, dem 20. Oktober, stellte Pastor Josef Ahrens im St. Martinus Pfarrbüro zwei neue Jugendpflegerinnen vor. Seit dem 17. Oktober sind Meike Jansen für die Pfarrgemeinde St. Martinus und Lena Kampmeyer für die Pfarrgemeinde Mariä Himmelfahrt in Gellenbeck (Gustav-Görsmann-Haus) tätig. Zu ihren Aufgaben gehören sowohl die kirchliche als auch die offene Jugendarbeit.

Seit Juni dieses Jahres waren, getreu dem Hagener Modell, wonach die Kirche als Anstellungsträger und die politische Gemeinde als Kostenträger fungieren, beide Seiten auf der Suche nach zwei neuen Jugendpflegerinnen. „Wir haben uns die Suche nicht leicht gemacht“, betonen unisono Wolfgang Konersmann, stellvertretender Kirchenvorstand bei Mariä Himmelfahrt, und Albert Schönhoff, Kirchenvorstand der Pfarrgemeinde St. Martinus. „Wir wollten aber Jugendpfleger mit genau dieser Ausbildung haben, damit deren Kompetenzen sowohl in der kirchlichen wie in der offenen Jugendarbeit zum Einsatz kommen können.“

Welche Ausbildung gemeint ist, berichten die neuen Jugendpflegerinnen selber. Meike Jansen (25) stammt aus dem Emsland und hat in Vechta Erziehungswissenschaften und Politik studiert. Auslandserfahrung hat sie in England und Irland gesammelt und außerdem, so erläutert sie: „Ich habe auch bereits Erfahrungen in der Arbeit mit Schulklassen.“ Die Osnabrückerin Lena Kampmeyer (23) hat in Bremen Religionspädagogik und Germanistik studiert. Auch sie verfügt bereits über Auslandserfahrung aus einer Tätigkeit in Frankreich. Beide Jugendpflegerinnen sind somit in der Lage, in mehreren Fremdsprachen beispielsweise mit Flüchtlingskindern zu kommunizieren.

„Gerade in der unterschiedlichen Ausbildung der beiden jungen Damen sehen wir eine Bereicherung in der Arbeit“, hebt Pastor Josef Ahrens hervor. Es geht dabei u. a. um die in jedem Jahr durchzuführenden vier Jugendfreizeiten, aber auch darum, in der Flüchtlingsarbeit einen besonderen Brennpunkt wahrzunehmen. „Zunächst ist es aber wichtig, eine Beziehung zu den Jugendlichen aufzubauen. Alles muss dann dynamisch, auch in Teamarbeit, entwickelt werden. Als Hauptamtliche stehen die Jugendpflegerinnen auch zur Verfügung für Ehrenamtlichkeit und werden sich für den Dienst am Menschen einsetzen“, erklärt Josef Ahrens.

Bürgermeister Peter Gausmann sprach bei der Vorstellung die große Freude der politischen Gemeinde über die neuen Jugendpflegerinnen an. „Besonderen Grund zur Freude hat aber die Jugend.“ Weiter betonte der Bürgermeister die wichtige Unterstützung in der Jugendarbeit, aber auch: „Ich weiß, dass das hochgelobte Hagener Modell auch eine hohe Bürde für die Jugendpflegerinnen sein kann. Da dürfen wir auch nicht zu viel verlangen und beispielsweise die Belastungen durch zu viel Gremienarbeit eher zurücknehmen.“ In dem in Hagen gegebenen Vertrauen zwischen den kirchlichen und der politischen Gemeinde, sieht der Bürgermeister die Grundlage für eine gedeihliche Zusammenarbeit. Den neuen Jugendpflegerinnen wünschte er viel Glück für ihre Tätigkeit.

Pastor Josef Ahrens sprach noch einmal an, dass es besonders in den letzten zwei Jahren ein „intensives Ringen“ um die Jugendarbeit in Hagen gegeben habe: „Nun müssen wir uns auf den Weg machen, d. h. Netzwerke pflegen und viel Beziehungsarbeit leisten. Auch eine besondere Achtsamkeit sollte sich auf die jungen Berufsanfänger richten.“

Schließlich rückte der Pastor noch die Neugestaltung des Martinusheims ins Blickfeld: „Es geht dabei nicht nur um die Gestaltung der Räumlichkeiten, wo ich gespannt darauf bin, welche neuen Akzente da gesetzt werden. Wichtiger noch ist die langfristige Perspektive. Noch in diesem Jahr wird es eine Ortsbegehung geben, damit Generalvikariat, Gemeinde und Politik eine Entscheidung treffen können, was in Zukunft mit den 600 m² großen Räumlichkeiten geschehen soll.“

„Planung und Entscheidung stehen für 2017 an“, entgegnete Peter Gausmann. „Für eine energetische Sanierung Mittel bereitzustellen sollte nicht das Problem sein. Mittel haben wir immer noch geschafft“, so der Bürgermeister.

Die neuen Jugendpflegerinnen sehen sich nach eigenen Aussagen derzeit in einem „Kennenlernprozess“ und sammeln viele neue Eindrücke. Bei einer Vorstellungsrunde in den Hagener Schulen können erste Kontakte zu Kindern und Jugendlichen geknüpft werden. (wl)

 

Bildunterschrift: Vorstellung der neuen Jugendpflegerinnen Lena Kampmeyer (2.v.l.) und Meike Jansen mit (v.l.) Wolfgang Konersmann, stellvertretender Kirchenvorstand bei Mariä Himmelfahrt, Pastor Josef Ahrens, Bürgermeister Peter Gausmann, Erster Gemeinderat Markus Hestermeyer und Albert Schönhoff, Kirchenvorstand der Pfarrgemeinde St. Martinus.

( Veröffentlicht mit freundlicher Unterstützung des Hagener Marktboten )

 

 


 

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